Unsere Haut erfüllt zahlreiche Funktionen: sie schützt uns gegen äußere Einflüsse und dient als Verbindung mit der Außenwelt. Hautkrankheiten können daher die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig verringern und erfordern eine wirkungsvolle Behandlung.
Erfahren Sie im Folgenden die wichtigsten Fakten über einige der häufigsten Hauterkrankungen.
Diese entzündlichen Hauterkrankungen - bekannt unter der Sammelbezeichnung „Ekzem“ - betreffen bis zu 18 % der Bevölkerung. Sie stellen eine Reaktion auf eine Vielzahl von Reizmitteln, oft unbekannter Ursache, dar. Diagnose und Behandlung sind selbst heute noch eine bedeutende Herausforderung.
Die Atopische Dermatitis (Neurodermitis) ist eine der häufigsten Erkrankungen im Kindesalter. Auch Erwachsene sind betroffen. Sie ist eine genetisch bedingte, entzündliche Hauterkrankung und beruht auf einem "Barrieredefekt" der Haut.
Mykosen treten in vielen verschiedenen Formen und Bereichen des Körpers auf. Oberflächliche Pilzinfektionen der Haut sind verbreitet und allgegenwärtig, sie betreffen Millionen Menschen weltweit, unabhängig von Hauttyp und Alter. In Mitteleuropa zählen sie zu den häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt. Die Hauptsymptome sind Juckreiz, Brennen und Rötung.
Verglichen mit dem Zustand vor 1960 sind in den zurückliegenden Jahrzehnten eine Vielzahl sehr wirksamer neuer Medikamente, sowohl zur äußerlichen als auch zur innerlichen Behandlung von Pilzkrankheiten der Haut, entwickelt worden.
Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine recht häufige Krankheit: Rund 3 von 100 Menschen in Mitteleuropa leiden unter dieser chronischen Hauterkrankung.
Wie jedes andere Organ ist die menschliche Haut von einem genau festgelegten Zusammenspiel von Signalsubstanzen abhängig. Im Falle der Psoriasis wurde dieses Zusammenspiel bedeutend gestört. Ausgelöst durch eine Folge interner Signale, externer Faktoren und weiter angetrieben durch Immunzellen, reproduzieren sich die obersten Hautzellen bis zu sieben Mal schneller als normal
Krankhafte Hämorrhoiden stellen ein weit verbreitetes medizinisches Problem dar. Es wird vermutet, dass mehr als 70 % aller Erwachsenen über 30 Jahre mindestens 1 x in ihrem Leben betroffen sind.
Medizinisch sind Hämorrhoiden ein natürliches Gefäßgeflecht, das durch Anschwellung mit Blut zusammen mit dem Schließmuskel den Anus verschließt. Während des Stuhlgangs erschlafft der Schließmuskel und Blut wird aus den Gefäßen in tiefer liegende Adern gepresst.
Durch einen ungesunden Lebensstil (z.B. Fettleibigkeit) kann es zu einer Stauung des Blutabflusses kommen, es entstehen krankhaft vergrößerte Hämorrhoiden. Sitzen kann Schmerzen bereiten, im Analbereich können Brennen und Juckreiz auftreten. Während und nach dem Stuhlgang kann es zu hellroten Blutungen kommen. Darüber hinaus gehen Hämorrhoiden oft einher mit einem Analekzem, d.h. Entzündungen, die im perianalen Bereich entstehen.
Akne ist eine der häufigsten Hautveränderungen. Nahezu 100 % aller Jugendlichen werden mehr oder weniger stark von ihr befallen, in 15 - 30 % der Fälle ist die Akne klinisch relevant. Akne ist nicht nur eine Erkrankung der Jugend, sondern kann auch über das 2. Lebensjahrzehnt hinaus durch verschiedene Faktoren provoziert oder unterhalten werden. Sie geht häufig mit psychischen Begleiterscheinungen einher.
Bei Akne verursachen hormonelle Einflüsse eine Überproduktion von Talg, was zu verstopften Hautporen führt. Diese Veränderung im Bereich der Haar- / Talgdrüsen kann zu einer bedeutenden Vermehrung bestimmter Bakterien führen, die wiederum entzündliche Hautveränderungen auslösen können.
Akne ist dafür bekannt, eine Reihe klinischer Manifestationen anzunehmen: sie kann als Entzündung auftreten oder die Gestalt der sogenannten Komedonen- (Mitesser-) Akne annehmen oder sie kann als Mischung dieser beiden Formen auftreten
Rosazea ist eine erblich bedingte, nicht ansteckende Hauterkrankung, die in der Regel nicht vor dem 30. Lebensjahr ausbricht; die Betroffenen befinden sich häufig bereits im 5. Lebensjahrzehnt. Dann kommt es durch verschiedene Auslöser, z.B. scharfe Lebensmittel, emotionalen Stress, Hitze oder Kälte, zu einer Erweiterung der Blutgefäße, vorrangig der Gesichtshaut, die die Haut rot „aufblühen“ lässt. Phasenweise können auch Entzündungen um die Talgdrüsen auftreten. Diese entzündlichen Vorgänge verursachen Eiterbläschen und Pusteln, haben jedoch nichts mit Akne zu tun.